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Susanne Graf:
3. Kinder- und Jugendzeitschriften

3.3 Marktstrategien

Um eine Zeitschrift auf dem Markt profitabel etablieren zukönnen, bedurfte es also einer intelligenten Marktstrategie. Am erfolgreichsten erwies sich ein vorsichtiges Abwägen zwischen der Modernisierung eines Zeitschriftenkonzeptes und dem für einen Verlag finanziell Machbaren. Am besten funktionierte diese Strategie, wenn Herausgeber und Verleger Hand in Hand arbeiteten, im Idealfall - wie bei den beiden erfolgreichen Zeitschriften Der Gute Kamerad und Das Kränzchen - war der Herausgeber (Wilhelm Spemann) zugleich der Verleger. Häufig gab es jedoch Probleme zwischen beiden Instanzen: Entweder hielt ein Herausgeber an einem bestimmten - moralischen und/oder ästhetischen - Anspruch fest, der den Absatz einer Zeitschrift behinderte und/oder begrenzte oder der Verleger hatte aus persönlichen oder kommerziellen Gründen kein Interesse mehr an einem Projekt. Das Beispiel zweier unterschiedlicher, für das Kaiserreich typischer Zeitschriftenbiographien ermöglicht einen Einblick in die üblichen Vermarktungsstrategien von Kinder- und Jugendzeitschriften:

 
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