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7. Romanzeitschriften

"Deutsche Romanbibliothek"

Die einzige direkte Konkurrenz zu Jankes Roman-Zeitung war in dieser Zeit die zehn Jahre später gegründete Deutsche Romanbibliothek (Stuttgart: Hallberger, später: Deutsche Verlags-Anstalt, 1.1873-39.1910), die eigenen Angaben zufolge "[d]ie interessanteste und gediegenste deutsche Romanzeitung moderner Richtung"[471] war und vor allem "das gebildete Damenpublikum zu ihren Lesern."[472] zählte bzw. "große Verbreitung in gebildeten und wohlhabenden Kreisen"[473] fand. Sie warb mit dem Namen des ersten Herausgebers F.W. Hackländer und einer Verbindung zur beliebten Familienzeitschrift Ueber Land und Meer; sie wurde im Lauf der Zeit von zahlreichen Schriftstellern redaktionell betreut, u.a. E. Zoller, O. Baisch, H. Rosenthal-Bonin und J. Kürschner, zuletzt von R. Presber (1868-1935), der auch lange Zeit Schriftleiter der Lustigen Blätter und dann Herausgeber von Ueber Land und Meer war. "Es dürfte kaum einen Lesezirkel geben, in welchem die 'Deutsche Romanbibliothek' fehlt."[474] Die Deutsche Romanbibliothek erschien wöchentlich oder als Zweiwochenausgabe und kostete jährlich 8 Mark, damit also nur halb soviel wie Jankes Roman-Zeitung.

 

[ 471 ]
Sperling 42. Jg. (1904)

[ 472 ]
Mosse-Katalog, 30. Jg. (1897), S. VIII

[ 473 ]
Sperling 42. Jg. (1904)

[ 474 ]
Sperling 42. Jg. (1904)

 
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